Archiv der Kategorie: Allgemein

Stadtland! Inseln

Skizze, atelier le balto

Ein Entwurf des atelier le balto aus Berlin stellte am 30. Juni 2015 im Rahmen einer Ideenstudie STADTLAND! INSELN für den Bahnhofsvorplatz in Rottenbach vor. Halbkreisförmige Landschaftsinseln setzen den Platz in Beziehung zu seiner ländlichen Umgebung. Sie werden mit Staketenzäunen umgrenzt und wirken wie traditionelle Bauerngärten in Thüringen.

Der Landschaftsarchitekt Till Rehwaldt leitete das entscheidende Gremium aus Vertretern der Gemeinde, des Freistaats Thüringen und der IBA Thrüringen: „Das Konzept der STADTLAND! INSELN hat uns voll überzeugt. Es zeichnet sich durch eine ungewöhnliche Idee mit hohem Wiedererkennungswert aus und nimmt doch nur einen minimalistisch anmutenden Eingriff am Gelände vor. Für die Fahrgäste, die am Bahnhof ankommen, entsteht ein starkes und schönes Bild: Sie kommen sowohl in der ‚Stadt‘ als auch auf dem ‚Land‘ an.“

Die großzügige Asphaltfläche vor dem Bahnhof bleibt nach der Ideenstudie charakteristisch und praktisch in vielerlei Hinsicht. Sie nimmt Verkehrswendeschleife und Bushalte auf, anstelle eines Bahnsteigs gibt es einen langgestreckten ‚Landschaftssteig‘. Die Materialien – Asphalt und Schiefer – sind im Schwarzatal traditionell zu finden.

Die Landschaftsinseln brechen sich durch den Asphalt und geben der ganzen Fläche eine heitere Stimmung, die sich auf die Reisenden übertragen soll.

Plan; atelier le balto

Wettbewerb 2015, Realisierung 2017-2018, Eröffnung 2019

Mehr unter: IBA-Thueringen.de

GEGENWARTEN / PRESENCES

Mit GEGENWARTEN | PRESENCES findet im Sommer 2020 ein Public Art-Projekt in Chemnitz statt. Gezeigt werden Projekte von 20 Künstler:innen und Kollektiven, die sich in ihren ortsspezifischen Arbeiten – Interventionen und Skulpturen, Installationen und Performances – mit Chemnitz, seiner Geschichte und Gesellschaft auseinandersetzen.

Ausgehend von der Beobachtung, dass es viele Gegenwarten gibt – deren verschiedene Perspektiven und Themen in privaten Räumen, aber vor allen Dingen auch im öffentlichen Raum verhandelt werden –, setzt sich das Ausstellungsprojekt mit den spezifischen gesellschaftlichen, politischen und urbanen Fragen der Stadt Chemnitz auseinander.

Kunst im öffentlichen Raum kann dazu beitragen, versteckte Qualitäten in einer Stadt zu entdecken, Gemeinsamkeiten aufzuzeigen, diese synergetisch zu verknüpfen und damit sowohl vergessene als auch neue Geschichten zu erzählen. Ganz besonders ist die Kunst darüber hinaus in der Lage, diese sichtbar und erlebbar zu machen und den Menschen einer Stadt alternative Gegenwarten aufzuzeigen.

Das Ausstellungsprojekt wird kuratiert von Florian Matzner und Sarah Sigmund und veranstaltet von den Kunstsammlungen Chemnitz. Es bildet eine wichtige Etappe in der Bewerbung als Kulturhauptstadt Europas 2025.

Platz an der alten Post, Ausgangsituation, Juni 2019…
Die Idee…
Bau – Juni 2020
Neun neue Gärten Foto: Roman Mensing –
Allo? y a quelqu’un?

Mehr unter: www.kunstsammlungen-chemnitz.de

Gefördert durch die:

Danke an die Gärtner: Katy, Felix, Alex, Jan, Uwe, Nil, Véronique et Marc

Vertikaler Garten

Bild: hiepler, brunier

Gebäudeintegriertes Dachgewächshaus und Verwaltungsgebäude, Oberhausen

Das historische Zentrum Oberhausens wirft angesichts des ökonomischen Strukturwandels die Frage auf, wie Zentralität, urbane Dichte und öffentliche Räume jenseits kommerzieller Nutzungen ermöglicht werden können. Als eine Antwort hat das stadteigene Unternehmen Oberhausener Gebäudemanagement GmbH eine Bauaufgabe formuliert, die zwei sehr unterschiedliche Nutzungen auf neuartige Weise integriert: Erstmalig entstand in Deutschland ein Haus, das so verschiedene Funktionen wie ein Jobcenter mit einem darüber situierten Dachgewächshaus zusammenführt, in dem die Möglichkeiten urbaner Landwirtschaft praktiziert und erforscht werden. Die haustechnische Integration macht das Bürogebäude am zentralen Marktplatz der Altstadt als Ressource für die landwirtschaftliche Produktion nutzbar.

Der mit den Landschaftsarchitekten atelier le balto entwickelte Entwurf von KUEHN MALVEZZI fügt den beiden Nutzungen ein drittes Element hinzu, das über das geforderte Programm hinausgeht. Ein vertikaler Garten verknüpft als städtebaulich wirksames Element alte und neue landschaftliche Typologien sinnhaft zu einem öffentlichen Ort. Der abwechslungsreiche Parcours führt die Besucherinnen und Besucher von dem mit Linden umstandenen Marktplatz über Treppen und Plattformen, vorbei an Kletterpflanzen und Sitzgelegenheiten, hinauf aufs Dach. Der vertikale Garten sorgt dafür, dass das Gewächshaus als Ort der landwirtschaftlichen Forschung und Produktion hoch über der Stadt zugleich eng mit dieser verbunden ist.

Quellenangabe: DAM Preis 2021_Nominierungen

Der Vertikaler Garten_Pflanzenauswahl:

Actinidia arguta

Aristolochia gigantea

Akebia quinata

Campsis radicans „Yellow trompet“

Clematis montana Elizabeth

Humulus lupulus

Hydrangea anomala petiolaris

Lonicera henryi

Parthenocisus quinquefolia

Parthenocissus tricuspidata

Vitis coignetiae

Wisteria sinensis

Bild: Nil Lachkareff_atelier le balto 2020
Bild: Nil Lachkareff_atelier le balto
Bild: Nil Lachkareff_atelier le balto
Bild: Nil Lachkareff_atelier le balto
Bild: Nil Lachkareff_atelier le balto

Gartenparade

In japanischen Gärten werden häufig Motive aus der Umgebung verwendet. Man spricht dann von einer „ausgeliehenen Landschaft“. Für die Gärten der Berlinischen Galerie leihen die Landschaftsarchitekten atelier le balto ein wohlbekanntes Motiv des Berliner Stadtlebens: Die Baustelle.

Die Gartenparade ist eine Hommage an diese Stadt, die einer ständigen Transformation unterliegt. Heute Brache, morgen Garten; gestern Trümmer, heute Wohnbau! Und ebenso plötzlich erschien im Herbst 2013 die Gartenparade vor der Berlinischen Galerie (…)

atelier le balto
6 ème pritemps devant la Berninische Galerie…
atelier le balto
https://www.lebalto-leblog.eu/gartenparade/

BRUEcKE-MUSEUM Berlin

…12 Mai 2020

„Bis Frühjahr 2021 revitalisieren die Landschaftsarchitekt*innen des atelier le balto den Garten des Brücke-Museums. Angrenzend an den Grunewald liegt das Museum auf einem großzügigen bewaldeten Grundstück. Das atelier le balto zeichnet sich durch eine ökologisch nachhaltige und künstlerische Herangehensweise aus. „

au boulot…

„Die Umwandlung des Gartens entsteht in einer Serie von gärtnerischen Interventionen: Ende Februar werden Pflanzen weggenommen und umgesetzt sowie Raum für neue Ideen geschaffen. „

Raum für neue Ideen
Skizze, atelier le balto 2020
atelier le balto
Skizze, atelier le balto
Februar 2020
Februar 2020
atelier le balto
Skizze, atelier le balto
Februar 2020
„Der wachsende Plan“ – Plan 1:200 (Verkleinerung) / atelier le balto Januar 2020

Der Plan wird vor-, während und nach der gärtnerischen Arbeit gezeichnet und immer wieder ergänzt. Die Methode wurde im Rahmen der Projekte für die Villa Romana in Florenz und den Park des Ludwig Forums in Aachen entwickelt. Der Begriff kommt aus einem Spruch von Bertholt Brecht:
„Wie der Garten mit dem Plan wächst der Plan mit dem Garten.“
(Garden in progress – Bertolt Brecht: Gedichte Band VI 1941–1947)

„Die Gartenumgestaltung wird von einem öffentlichen Programm begleitet. Termine finden Sie in Kürze in unserem Kalender. „

Mehr unter: www.bruecke-museum.de

Nachbarschaftspark

Zwischen den alten Fabrikgebäuden und der Nordbahntrasse erstreckt sich eine 4.500 m² große Freifläche in Hanglage. Daraus wird in Kooperation zwischen der Stadt Wuppertal und der Projektgesellschaft bis Ende 2021 der BOB CAMPUS Nachbarschaftspark entstehen. Der Park hat eine direkte Anbindung an die Nordbahntrasse. Er wird Flächen zum Verweilen, für Veranstaltungen und Terrassen zum Gärtnern bieten. Inmitten des dicht bebauten Stadtteils entsteht so einer grüner Ort der Erholung, Begegnung und des gemeinschaftlichen Tuns.

Machbarkeitsstudie 2018, atelier le balto
Machbarkeitsstudie 2018, atelier le balto
Machbarkeitsstudie 2018, atelier le balto

Grundlage für die Planung und Anlage des Nachbarschaftsparks ist eine Machbarkeitsstudie des Berliner Landschaftsarchitekturbüros „atelier le balto“ aus dem Jahr 2018. atelier le balto sind auch mit der Entwurfs- und Ausführungsplanung beauftragt worden.

Machbarkeitsstudie 2018, atelier le balto
Vorentwurf 2019, atelier le balto

Der BOB CAMPUS Nachbarschaftspark ist ein wichtiger Baustein der Kooperation zwischen Stadt, der Montag Stiftung Urbane Räume gAG und Urbane Nachbarschaft BOB gGmbH zur partnerschaftlichen Entwicklung des BOB CAMPUS. Die Kooperation zwischen Stadt und Stiftung geht auch über die Bauzeit hinaus. Mit der Fertigstellung der Gebäude und des Parks wird die gemeinsame quartiersbezogene Arbeit aktiv fortgesetzt.

Entwurf 2020, atelier le balto

Finanziert wird der BOB CAMPUS Nachbarschaftspark im Rahmen des Bund-Länderprogramms Soziale Stadt Oberbarmen/Wichlinghausen mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE NRW 2014-2020) „Investitionen in Wachstum und Beschäftigung“. Die Förderung beträgt 90 Prozent der rund 1,2 Millionen Planungs- und Baukosten. Den Eigenanteil in Höhe von 10 Prozent (120.000 Euro) trägt die Stadt Wuppertal.

Ansprechpartnerin für den BOB CAMPUS:
Mandy Wiegand, m.wiegand@bob-campus.de
Ansprechpartnerin für die Stadt Wuppertal:
Britta Jobst, Koordination Soziale Stadt, Tel.: 0202 563 – 2101

Die Maßnahme wird im Rahmen des Bund-Länderprogramm Soziale Stadt Oberbarmen/ Wichlinghausen mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE NRW 2014-2020) „Investitionen in Wachstum und Beschäftigung“ gefördert.

Mehr unter: bob-campus.de

Pioneer units ©

GOBAIMIDORI ©   Von Tokio nach Berlin

Die von uns für den europäischen Raum genannte Pioneer-Unit © ist eine Art bepflanzte Gabione,  die in Japan von dem visionären Landschaftsarchitekt Michio Tase entwickelt und unter dem Namen “Gobaimidori”, übersetzt „: 5-Seiten-Grün“, patentiert wurde. Die ursprüngliche Idee besteht darin, die Kultivierung der einheimischen Satoyama (eine vielfältige, waldartige Vegetation, die zwischen Bergen und Meer in Japan heimisch wächst), in und für die Stadt zu ermöglichen. 

Das Prinzip von Gobaimidori wurde ursprünglich für Kontexte ohne Boden entwickelt und bietet ein sehr nachhaltige, autonome Einheit mit hoch ökologischem Anspruch.

Die Gobaimidori units werden seit ca. 15 Jahren je nach Anfrage handwerklich in einer Baumschule bepflanzt und in verschiedenen Kontexten verwendet, so vor allem für Terrassen- Hochbauten, Sportanlagen oder Gärten.

Das Produkt mit seiner Stahlkonstruktion und einem besonderen Substrat ermöglicht es, alle 5 Seiten zu bepflanzen.  Die Bäume und Sträucher werden jung und sehr dicht in die Gabione eingesetzt. Innerhalb von zwei bis vier Jahren entwickelt sich die Bepflanzung entsprechend der klimatischen Bedingungen und Lichtverhältnisse bis die Stahlstrukturen komplett bedeckt werden. Wenn mehrere Einheiten zusammen kombiniert werden, entsteht eine artenreiche Landschaft. 

Website Gobaimidori
Film Gobaimidori

atelier le balto in Tokyo mit dem Landschaftsarchitekt Michio Tase, Herbst 2018
atelier le balto in der Baumschule Yazawa Nursery , Herbst 2018
Die Schule in Tono, herbst 2018
atelier le balto in Tono mit dem Landschaftsarchitekt Michio Tase, Herbst 2018

PIONEER UNITS ©  in Berlin

Neubau in der Köpenicker Straße, Belin Michels Architekten
Architektur und Natur, Michels und atelier le balto

„Bis Ende 2020 saniert Michels Architekturbüro zwei denkmalgeschützte Gebäude des ehemaligen Post- und Telegraphenbauamtes in der Köpenicker Straße in Berlin und kombiniert diese mit einem siebengeschossigen Neubau inklusive Fahrrad-Tiefgarage. Auf 11.650 m² entstehen hochwertige und energieeffiziente Büroflächen für eine grün-urbane Arbeitswelt von morgen (…)“

Das Neubau wird mit Pioniere-Units© auf jeder Etage begrünt. Die Berliner Pioniere-Units© werden auf jedem Geschoss des Neubaus nebeneinandergestellt, um eine Kontinuität in der Linearität herzustellen und so das starke Bild der Architektur und seinen Beton-Plateaus zu unterstreichen.

Für dieses Projekt wurden im Frühjahr 2019, 4 Prototypen im KW Hof nach der japanischen Technik hergestellt.

Préparation…

Die Pflanzpalette besteht hauptsächlich aus Pionier Gehölzen die für unsere Stadtgebiete gut geeignet sind. Als Pionierpflanze wird eine Pflanzenart bezeichnet, die besondere Anpassungen an die Besiedlung neuer, noch vegetationsfreier Gebiete besitzt.  Pionierarten sind also Arten, die in neu geschaffenen Lebensräumen häufiger auftreten.

Pflanzplan
Prototyp by KW, Frühling 2019
Prototyp bei KW, Frühling 2019
Prototyp bei KW_Herbst 2019
Prototyp bei KW_Herbst 2019
atelier le balto in Kyoto, Herbst 2018

HALLO-PARKS_Hamburg

Feld 1 / Hallo:Park 2020…

Bild von Nuriye, Okt. 2019
September 2019
20.07 Eröffnung Bild:Hallo-ev
Skizze_atelier le balto
http://www.alster-bille-elbe-parks.hamburg/prozess/12757946/prozess/
Réalsation avec Arge HALLO

Eine behutsame Entwicklung in unterschiedlichen Phasen

PARKS (Hamburg) versteht die Entwicklung neuer Abschnitte im Grünzug als einen behutsamen Prozess, der offen für Nutzungs- und Gestaltungsideen der zukünftigen PARKS zwischen Alster, Elbe und Bille ist. Schwerpunkt ist die erstmals öffentlich zugängliche Fläche des ehemaligen Recyclinghofs (Bullerdeich) am Hochwasserbassin mit Blick auf die Bille.

Mehr unter: www.alster-bille-elbe-parks.hamburg

http://www.alster-bille-elbe-parks.hamburg/prozess/12757946/prozess/
Bau mit Arge HALLO
Detail_atelier le balto
atelier le balto

Am 20.07. wird PARKS auf dem ehemaligen Recyclinghof am Bullerdeich 6 offiziell eröffnet!

Program unter: Eröffnung-parks-machen-auf/

atelier le balto
atelier le balto
atelier le balto

Wie sehen PARKS der Zukunft aus?

Mehr unter: www.alster-bille-elbe-parks.hamburg