Archiv der Kategorie: Gärten

Ein versteckter Garten im TRIANGLE Z8

ZWISCHEN ORDNUNG UND WILDHEIT

Die TeilnehmerInnen und atelier le balto sind eingeladen, im TRIANGLE Z8 des Großen Gartens in Herrenhausen einen “neuen Garten” zu entwickeln und zu realisieren.
Z8 ist eines der 32 Triangel (Dreiecke) im hinteren Teil des Großen Gartens, das man durch einen Torbogen betreten kann. Hinter der schlanken Hainbuchen-Hecke sieht man hohe und wild wachsende Bäume. Auf alten Plänen von 1718/1720 ist erkennbar, dass die Bäume damals streng nach Raster gepflanzt wurden oder werden sollten.Was darf und kann man in dieser Wildheit und innerhalb nur einer Woche bewirken?

Dank einer Führung durch den Gartenmeister des Großen Gartens Herrenhausen werden alle zu Beginn der Woche erfahren, wie die Arbeit der Gärtner aussieht. Gärtnern ist eine ständige Transformation eines Vegetationsraums, die Umformung und Veränderung von lebendigem und wachsendem Material. Diesen Raum wollen die Gartenkünstler mit den Jugendlichen erforschen und gemeinsam entscheiden, was realisieren werden soll. Den ganzen Sommer hindurch kann man zum TRIANGLE Z8 zurückkehren, um die Veränderungen zu beobachten, auch für die Besucher des Gartens ist die entstandene Arbeit sichtbar und zugänglich.

Wer entwerfen, zeichnen, messen, bauen, pflanzen, gärtnern möchte, wer draußen und drinnen sein mag, ist herzlich willkommen. Entsprechende Kleidungen je nach Witterung bitte mitbringen. Der Workshop findet in Kooperation mit dem Schulbiologiezentrum Hannover statt.

Workshop mit atelier le balto:

– Größe des Workshops: maximal 20 TeilnehmerInnen
– Alter: 12 bis 19 Jahre
– Zeit: 30.05. bis 03.06.11, am 04.06.11 Abschlusspräsentation
– Dauer: jeweils 4 bis 6 Stunden täglich

www.kunstfestpiele.hannover.de

Die Insel als Garten…

oder der Garten als Insel?

SUMMERACADEMY Salzburg:

8. bis 27. August 2011

Der Titel des Kurses bezieht sich auf die Pernerinsel in Hallein, auf welcher der Kurs stattfindet. Sieht die Insel wie ein Garten aus? War sie schon eine Garteninsel oder kann sie eine werden? Was für Gärten gibt es bereits auf der Insel? Gibt es heute konkrete Konzepte für die Insel, welche Utopien können entwickelt, welche Mythen ersonnen werden?
Solche Fragen können nur durch konkretes Arbeiten vor Ort untersucht werden. Wir werden uns im Innen­ und Außenraum bewegen, und unsere Sinne, unsere Wahrnehmung und unseren Verstand schärfen. Wir begeben uns auf eine Entdeckungsreise auf der Insel. Ziel ist es, die Qualitäten und Potenziale der Insel zu (unter­)suchen, zu beobachten, diese zeichnerisch, in Form von Texten, Fotos oder Videos wiederzugeben und täglich im Atelier zu präsentieren. Dieser Austausch von Erfahrungen und persönlichen Wahrnehmungen ist ein wichtiger Bestandteil des Kurses.
Im Laufe der drei Wochen werden wir uns von der Mikroebene (Froschperspektive) hin zur Makroebene (Vogelperspektive) bewegen. Die Wahrnehmung, die Darstellung und die Vermittlung unserer Entdeckungen werden nach und nach zu neuen Projektansätzen und möglicherweise zur einen oder anderen Installation im Innen­ oder Außenraum führen.

www.summeracademy.at

Kunstareal oder „Park der Sammlung“

„Regelrecht in unsere schöne Stadt verliebt schien uns die charmante Französin vom atelier le balto. Das Team legte den gleichen Ansatz wie der erste Redner Hager und verlangte nach einem Park, anstelle eines Areals, wobei sie gleichzeitig auf die unglückliche Formulierung „Areal“ hinwies. atelier le balto bewies seine Beobachtungsgabe und zeigte uns Pflanzen und Belag, der bereits hier beheimatet ist und gezielt stärker eingesetzt werden soll. Zur Wegeführung bezog sie sich ähnlich wie „Inside Outside“ auf die entstandenen Trampelpfade und schlägt eine einjährige Bepflanzung zur Feldkultur vor. atelier le balto betont die Einbeziehung Münchener Studenten und Bewohner und endet so in einem sparsamen, realistischen Ansatz, den sie am liebsten schon nächste Woche umsetzen möchte.“

Mehr unter: 

www.münchenarchitektur.de

www.stipimo.de

Neue Auftraggeber in Sachsen

Das Pilotprojekt in Kleinliebenau: Der „Lustgang“

Kuratiert von Ilina Koralova, Barbara Steiner

Konstruktion: September 2010

Pflanzung: Oktober 2010

Feierliche Eröffnung: 30 Oktober, 14 Uhr

Auftraggeber: Kultur- und Pilgerverein Kleinliebenau e.V.

Mediatorinnen: Barbara Steiner, Ilina Koralova, Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig

www.newpatrons.eu

Zum Programm ‘Neue Auftraggeber’:
1991 wurde in Frankreich erstmals ein Programm erprobt, das die zeitgenössische Kunst neu in der Gesellschaft verankern sollte: Die ‘Neue Auftraggeber’ stellen eine Struktur bereit,die es potenziell jedem erlaubt, Initiator und Auftraggeber eines Kunstwerks zu werden. Das Programm ‘Neue Auftraggeber’ wurde vom belgischen Künstler François Hers entwickelt und in Zusammenarbeit mit der Fondation de France in die Praxis umgesetzt. Über 250 Projekte wurden seither in sieben europäischen Ländern realisiert. 2010 wurden Projekte der ‘Neue Auftraggeber’ in sechs deutschen Bundesländern, u.a. in Sachsen, begonnen.

Auftrag: Gestaltung des Grünraumes um die Kirche, eventuelle Erweiterung in das Dorf Kleinliebenau hinein.

Künstler: atelier le balto Landschaftsarchitekten, Berlin-Le Havre

Im Sommer 2005 verkaufte die Stadt Schkeuditz die Rittergutskirche Kleinliebenau an Henrik Mroska, Religionslehrer in Leipzig, für den symbolischen Preis von einem Euro.Noch im gleichen Jahr wurde der Kultur- und Pilgerverein Kleinliebenau e.V. gegründet, der als Nutzungsinhaber das verlassene und verfallende Gotteshaus als Ort der Einkehr und Begegnung erhalten möchte. Mit der Errichtung eines neuen Pilgerquartiers bezieht man sich bewusst auf die Lage der Kirche am historischen Jakobsweg nach Santiago de Compostela. Der Kultur- und Pilgerverein Kleinliebenau e.V. arbeitet eitdem am Wiederaufbau und an der Sanierung der Rittergutskirche Kleinliebenau. Es werden darüber hinaus regelmäßig kulturelle Veranstaltungen durchgeführt. Kleinliebenau ist eine Gemeinde von 144 EinwohnerInnen und wurde im Jahr 2000 in die große Kreisstadt Schkeuditz eingemeindet.

Statement des Kultur- und Pilgervereins Kleinliebenau e.V.: „Mit der Mediation durch die GFZK Leipzig zeichnet sich eine mögliche Entwicklung ab, zusammen mit den Künstlern aus Frankreich und ganz in Übereinstimmung mit unseren Zielen – also unter Einbeziehung der BewohnerInnen, der BesucherInnen unserer Kulturangebote sowie der PilgerInnen auf dem ökumenischen Pilgerweg – eine einfache, aber schlüssige Gestaltung des Umfeldes zu finden, die sowohl die Historie als auch die modernen Anforderungen an diesen multifunktionellen Raum erfüllen kann.“

www.kulturpilger.de

www.lvz-online.de

www.gfzk.de